Skip to main content

Reichstag

 

Reichstag

Der Bau wurde von dem Architekten Paul Wallot 1884 bis 1894 im Stil der Neorenaissance im Ortsteil Tiergarten (heute zum Bezirk Mitte gehörend) errichtet. Bis 1918 war es Parlamentssitz des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs und anschließend das Parlaments der Weimarer Republik.

1933 wurde ein Brand gelegt, die Nationalsozialisten verhafteten den Holländischen Kommunisten Marinus van der Lubbe am Tatort, allerdings ist es wahrscheinlich, dass die Nazis selbst zum Brand angestiftet haben.

Kriegszerstört wurde es bis 1973 in vereinfachter Form ohne Kuppel wiederaufgebaut, um der Bundesversammlung (Wahl des Bundespräsidenten, alle 5 Jahre) einen geschichtsträchtigen Sitzungsort zu geben. Durch das Viermächte-Abkommen von 1971 durften keine Plenarsitzungen des Bundestages in Berlin abgehalten werden. So blieb das wiederhergerichtete Gebäude fast ungenutzt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 fand ein Tag später im Reichstagsgebäude die erste Sitzung des Deutschen Bundestags statt, einschließlich der 144 Abgeordneten, die von der frei gewählten Volkskammer für die Zeit bis zur ersten gesamtdeutschen Wahl entsandt wurden. Nach intensiv und kontrovers geführter Debatte fiel die Wahl des Bundestages am 20. Juni 1991 für den Umzug der Regierung und des Parlaments von Bonn nach Berlin mit einer knappen Mehrheit von 18 Stimmen. Sitz des Parlaments sollte das kaum genutzte Reichstagsgebäude sein. Daraufhin wurde der Bau nochmals umgebaut und mit einer begehbaren Kuppel versehen. Erst im September 1999 fand die erste Sitzung des Bundestages nach dem Umbau statt.

Die neue Kuppel wird sehr rege von Besuchern und der Bevölkerung als Aussichtsplattform genutzt. Mit langen Wartezeiten muss gerechnet werden. Da man von oben in den Sitzungssaal des Bundestags-Parlaments hinunterschauen kann, steigt das Volk auf das Dach des Saales der Volksvertreter.

Anreise

Mit Bahn und Bus

Die Ausgänge der U-Bahn Station „Bundestag“ befinden sich nordwestlich vom Reichstagsgebäude am Paul-Löbe-Haus. Die Station Bundestag ist die mittlere der nur drei Stationen der U55, die vom „Hauptbahnhof„ über die Station „Bundestag“ zum „Brandenburger Tor“ fährt (Bis 2009 hieß die S-Bahnstation „Unter den Linden“). · Mit einem kurzem Spaziergang kann man auch am U- und S-Bahnhof „Brandenburger Tor“ aussteigen. · Lageplan

Die Buslinien 100 und M85 halten direkt seitlich am Reichstagsgebäude in der Scheidemannstraße. Der Bus 100 pendelt zwischen den Bahnhöfen „Zoologischer“ Garten und „Alexanderplatz“

Mit dem Schiff

Der Reichstag liegt direkt an der Spree. Auf ihr verkehren Ausflugsschiffe, mit denen man Berlin bzw. das Regierungsviertel vom Wasser aus entdecken kann.

Mobilität

Im Parlamentsviertel bewegt man sich am besten zu Fuß. KFZ-Parkplätze sind Mangelware. Es gibt gute Anbindungen an den öffentlichen Verkehr, so dass sich die Fußwege im Rahmen halten.

Sehenswürdigkeiten

Dachterrasse und Kuppel

Von der Dachterrasse hat man eine schöne Rundsicht über das Regierungsviertel. Zu sehen sind in Nahbereich: Kanzleramt, Hauptbahnhof und das Brandenburger Tor. Einen guten Blick hat man auch hinüber zum Potsdamer Platz mit seinen Hochhäusern. Auch am Abend bei Dunkelheit ist die Aussicht interessant, da die Gebäude angestrahlt werden.

  • Anmeldung: Eine Besichtigung von Kuppel und Dachterrasse des Reichstagsgebäudes ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Online-Formulare für Terminanfragen findet man: visite.bundestag.de. Eine telefonische Anmeldung ist nicht möglich.
  • Öffnungszeiten: Täglich 8 – 24 Uhr, letzter Einlass ist um 22 Uhr. Die Einlasszeiten werden mit der Anmeldung festgelegt.
  • Eintritt: Der Zugang ist kostenlos – Es gibt eine Sicherheitskontrolle ähnlich der am Flughafen.
  • Audio-Guide: Auf der Dachterrasse stehen Audio-Guide-Reichstagskuppel zur Verfügung.
  • Wartezeiten & zeitlich eingeschränkter Zugang:
Nach der Vorlage eines neuen Brandschutzgutachtens dürfen seit Februar 2013 aus Sicherheitsgründen nur noch 600 Besucher gleichzeitig die Kuppel besichtigen. An Tagen mit Plenar- oder Fraktionssitzungen sogar nur 200. Während der Sitzungswochen ist ein Kuppelbesuch nur noch möglich, wenn man als Zuschauer an einer Plenarsitzung oder an einem Informationsvortrag teilnimmt.
  • Für Kurzentschlossene: In der Serviceaußenstelle des Besucherdienstes in der Nähe des Reichstagsgebäudes neben dem Berlin-Pavillon an der südlichen Seite der Scheidemannstraße kann man sich persönlich zum Kuppelbesuch anmelden. Zutrittsberechtigungen werden hier zwischen 2 Stunden und 2 Tagen vor Besuchsbeginn ausgestellt.
Aufgrund des meist großen Andrangs sind Wartezeiten von ein bis über zwei Stunden häufig. Selbst abends nach 21 Uhr wartet man noch eine Stunde und muss eventuell bangen, vor Dienstschluss um 22 Uhr nicht mehr eingelassen zu werden. Also am besten früh aufstehen und morgens um 8.00 Uhr vorbeischauen. Da soll die Schlange etwas kürzer sein. Ein Schild an der Schlange markiert übrigens die Wartezeit von 30 Minuten. Für Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderungen gibt es einen Seiteneingang mit verkürzten Wartezeiten. Dieser befindet sich links unterhalb des Haupteingangs.

Aktivitäten

  • Auffahrt mit Fahrtstuhl zur Dachterrasse und Besichtigung der Kuppel – Oben in der Kuppel findet man übrigens eine kreisförimige “Sitz-Liege-Bank” aus edlem Holz, auf der man eine Pause einlegen kann, sofern Plätze frei sind.
  • Besuch von Parlamentsdebatten – es gibt Besuchertribünen im Plenarsaal. Auskünfte erteilt der Besucherdienst
  • Besichtigung des Gebäudes im Rahmen einer Führung – Es gibt Parlamentsführungen durch den Besucherdienst. Man kann sich teilweise als Gruppe auch von “seinem” Abgeordneten in der Heimatregion einladen lassen. Der oder die Abgeordnete klärt einen dann über die Regierungsarbeit auf. Am besten einfach im entsprechenden Wahlkreisbüro anfragen. Auskünfte erteilt auch der Besucherdienst.

Einkaufen

Bundestag-Shop für Reiseandenken, Unter den Linden 69 b, 10117 Berlin. Tel.: (0)30-22 79 21 87, Fax: (0)30-22 79 21 85. Geöffnet: Öffnungszeiten: Montag – Samstag 9.00 – 20.00 Uhr.

Küche

  • Restaurant auf der Dachterrasse des Gebäudes (gehobene Gastronomie)

Sicherheit

  • Der Reichstag ist ein sehr sicheres Gebäude. Es gibt eine Sicherheitskontrolle ähnlich der am Flughafen. Es wird das Gepäck durchleuchtet und man wird einzeln vom freundlichen Sicherheitspersonal mit dem Metalldetektor “untersucht”. Achtung: Im Bereich der Sicherheitskontrolle ist das Fotografieren nicht gestattet.

Praktische Hinweise

Besucherdienst des Deutschen Bundestages Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel. (030) 227-32152, bzw. -35908, Fax. (030) 227-30027, E-Mail: besucherdienst@bundestag.de, Internet: Bundestag.de − Dachterrasse und Kuppel

 

 

Quelle:

Berlin/Reichstag. (18. Januar 2019). Wikivoyage, Freie Reiseinformationen rund um die Welt. Abgerufen am 27. Januar 2019, 18:06 von https://de.wikivoyage.org/w/index.php?title=Berlin/Reichstag&oldid=1163745.